Unser JFZ

UNSERE MISSION

Das Jugendfreizeitzentrum in Neuruppin wird nahezu komplett von ehrenamtlichen Mitgliedern organisiert. Alle vereint die Mission, das JFZ als außergewöhnlichen Szene-Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen in der Region zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wer sich kreativ ausleben will ist im JFZ genau richtig! Wir holen immer wieder international bekannte sowie alternative Artists aus der DJ- und Musikszene auf unsere Bühne und zeigen mit unseren ausverkauften Events, das wir einen festen Platz im Nightlife der Region haben. Wir sind außerdem dein Treffpunkt für Jugendliche in der Region. Durch finanzielle Unterstützung lokaler Unternehmen und viel ehrenamtliche Arbeit ist das JFZ ein Highlight in Ostprignitz-Ruppin geworden.

Der club

Unser Saal wird von einem Kirsch Audio/JBL Anlagen-Mix beschallt. Die technische Ausstattung spielt besonders Live Musik mit ihren 10KW Leistung exzellent ab und wurde zu Recht bereits als beste Musikanlage der Region beschrieben. Die moderne Lichtanlage leuchtet dazu den Saal mit zahlreichen LED Scheinwerfern und Effekt- und Mainfloor-Geräten stimmungsvoll aus. Der Saal verfügt über eine Bühne, eine kleine Bar direkt im Saal sowie ein Technikkontrollraum im „Front of House (FOH)“ . Dort schließen sich ein gemütlicher Backstage-Bereich mit Tür nach draußen und zwei weitere Sanitärraume an, einer davon ist für Rollstuhlfahrer nutzbar. In der zweiten Etage über dem Saal gibt es einen Rundgang. Dort befinden sich neben der großen Bar eine Empore mit Sofas. Die zweite Etage kann ebenfalls über eine Außentür und eine Treppe verlassen werden. Außerdem gibt es einen Lift – damit ist das JFZ vollständig barrierefrei.

Im Außenbereich werden bei unseren Veranstaltungen häufig eine weitere Bar und/oder ein Imbissstand eingerichtet. Im Bürogebäude gegenüber befindet sich unsere Ideenwerkstatt. Sie verfügt ebenfalls über eine Bar und Sitzgelegenheiten.

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History

Die Geschichte eines in dieser Form wohl einmaligen Musikklubs in einer ostdeutschen Kleinstadt startet im November 1982 mit einem Hinweis im Schaukasten. Auf Beschluss des Kreistages Neuruppin sollte in der Geburtsstadt von Schinkel und Fontane ein erster echter Jugendtreffpunkt der provinziellen Öde ein Ende bereiten.

Das JFZ war geboren.

Schnell mauserte sich der „Club“ zu einem Freiraum, in dem  Musikkultur und oft alternative Weltanschauungen eine zentrale Rolle spielten. Größtmögliche Selbstbestimmung war von Beginn an Prinzip der Gründerinnen  und Gründer, was schon bald zu Unstimmigkeiten mit der Obrigkeit führte. Doch genau in diesem Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik siedelte sich eine für Städte wie Neuruppin ungewöhnliche Subkultur an, die auch heute noch in Teile des Landes Brandenburg ausstrahlt. Getragen von einem Verein war es immer wieder Flair des Hauses, das schon zu DDR-Zeiten selbst international für Aufsehen sorgte.

 

Mit der Wende verschwanden viele alte Probleme, mehr als genug neue kamen hinzu. Das Verhältnis zur Politik entspannte sich, blieb aber kompliziert. Zusätzlich stieg der kommerzielle Erfolgsdruck. Neue Sparten, beispielsweise ein Internet-Café sowie eine Kinder- und Jugendwerkstatt kamen hinzu. Das JFZ musste neue Wege gehen, bei Medien, Politik und Wirtschaft um jede Art von Unterstützung werben.

Nach der Wende wurde das JFZ zunehmend Spielwiese und ein Ort zum Ausprobieren für zahlreiche damals wie heute namhafte Künstler. Bands wie Knorkator, Inchtabokatables, Künstler wie Joey Ramone von den Ramones, Stieber Twins und Torch holten Neuruppin auf die Landkarte des Punkrock, Ska und Hip Hop. Spätere Größen wie Rammstein oder Deichkind hatte hier frühe Auftritte.

Durch den Umzug in die „Alte Brauerei“ in der Fehrbelliner Straße 135 knüpfte das JFZ in den 2000er Jahren wieder an alte Zeiten an. So war der Terminkalender erneut mit namhaften nationalen und internationalen Bands gefüllt. Dazu zählten die Beatsteaks und 2raumwohnung. Besucherinnen und Besucher reisen 200 und mehr Kilometer, um die Veranstaltungen zu besuchen. Das JFZ gilt somit als festes und verlässliches subkulturelles Zentrum für Neuruppin und Umgebung.

Mit Beginn der 2010er-Wende musste das JFZ immer mehr um finanzielle Zuschüsse bangen. Nachwuchssorgen und eine immer öfter leer-bleibende Bühne prägten das Bild des Jugendklubs. Mehrere Rettungsversuche wurden unternommen, Spenden wurden gesammelt. In Folge dessen wurden 2013 und 2014 viele Versammlungen und Diskussionen, Treffen und Gesprächsrunden mit Stadt und Land organisiert, um das endgültige Aus abzuwenden. Der Betrieb wurde zeitweise vollständig eingestellt und immer mehr Mitglieder verließen den Klub.

Mit Beginn des Jahres 2015 entschieden die „Übriggebliebenen“ es noch einmal zu versuchen. Ein kontinuierlicher und aufwendiger Arbeitsprozess begann. Stück für Stück wurden die Veranstaltungen wieder hochgefahren, das wöchentliche Nightcafè wurde wieder ins Leben gerufen, neue Mitglieder traten dem Klub bei. Plötzlich gab es wieder Leben im JFZ und Menschen, die sich für das Projekt verantwortlich fühlten.

Die Sound- und Lichttechnik wurden mit finanzieller Hilfe zahlreicher Unternehmen aus der Region ausgebaut und modernisiert, die Veranstaltungsräume umgestaltet und der Schallschutz verbessert. Das wöchentliche Nightcafè etablierte sich besonders im Frühjahr und Sommer als Treffpunkt für viele Menschen. Wöchentliche Sportkurse, Improvisationstheater oder das kleine Festival „Unity“ für Bands aus dem Hardcore-Bereich aus der Region sind mittlerweile fest im Veranstaltungskalender verankert.

Und der Funke springt über. Alte und neue Veranstaltungskonzepte werden ausprobiert und angepasst, ein- bis zweimal im Monat wird die Halle für die tanzwütige Gäste geöffnet. Die musikalische Bandbreite reicht von Alternative Rock über Metal, Hip-Hop bis zu Electro. Mit Hilfe eines ortsansässigen Sponsoren legten zuletzt international bekannte DJs wie Westbam sowie Lexy & K.Paul bei uns auf. Besonders die großen Veranstaltungen wie das seit 2001 traditionelle Event Keine Gnade unterm Weihnachtsbaum an Heiligabend zieht jedes Jahr mehr Leute zurück in ihre alte und neue Heimat.

Ein großes DANKESCHÖN geht an alle Menschen, die dieses Projekt die vergangenen 37 Jahre am Leben erhalten haben und es auch zukünftig unterstützen. Dazu gehören insbesondere die Stadt Neuruppin, die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, Kirsch Audio, GörnerSchweizer und viele  weitere Unternehmen und Institutionen aus der Region.